Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer hat vor dem Verwaltungsgericht Chemnitz mit einer Klage gegen die Bundeswehr eine Niederlage erlitten. Laut Urteil war seine Entlassung aus der Bundeswehr 2006 wegen einer bei der Einstellung nicht angegebenen früheren Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter ("IM Torsten") für die Stasi rechtmäßig. Richter Johannes Wagner begründete dies laut eines Berichts der Freien Presse damit, dass Steuer die Bundesrepublik Deutschland "arglistig getäuscht" habe.
Am Mittwoch wird vor demselben Gericht eine Klage von Steuers Schützling Robin Szolkowy verhandelt. Der Paarlauf-Weltmeister wehrt sich dagegen, dass die Bundeswehr sein Dienstverhältnis im August 2006 nach drei Jahren und acht Monaten nicht verlängerte, obwohl er sich für acht Jahre verpflichtet hatte. Er musste jährlich einen vom nationalen Verband genehmigten Trainer benennen. Als Steuer die Zulassung wegen der Stasivorwürfe verlor, konnte er dies nicht tun und verlor seinen Job.
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