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Burkhard Maring: Bin selbst überrascht über meinen Erfolg
08.07.2008
Burkhard Maring (18, Brüggen) misst nur 157,5 Zentimeter, er schickt sich aber an, ein ganz Großer im Motorsport zu werden. Nach zahlreichen Erfolgen in der Deutschen Kart-Meisterschaft und in Italien wechselte er zu Saisonbeginn ins ADAC Formel Masters. Mit einem Doppelsieg im Formel ADAC powered by Volkswagen am Nürburgring erobert er die Tabellenspitze der neuen Nachwuchsserie.

Nach zwei Renn-Wochenenden bist Du Tabellenführer der "Formel ADAC". Hast Du damit gerechnet?

Maring: "Nein. Ich bin selbst überrascht über meinen Erfolg, schließlich ist es meine erste Saison im Automobilsport. Viele meiner Gegner haben in diesem Bereich viel mehr Erfahrung. Aber schon beim Saisonauftakt in Oschersleben lief es ganz gut. Zumindest im Qualifying, in den Rennen hatte ich dann ein bisschen Pech. Auf dem Nürburgring hat dann alles gepasst.

Dein ursprüngliches Ziel waren die Top 10. Gilt das immer noch?

Maring: Nach dem guten Saisonauftakt peile ich nun einen Platz unter den besten drei im Gesamtklassement an.
Burkhard Maring: Bin selbst überrascht über meinen Erfolg © ADAC Formel Masters
© ADAC Formel Masters
Burkhard Maring: Bin selbst überrascht über meinen Erfolg © ADAC Formel Masters
© ADAC Formel Masters
Das ADAC Formel Masters bestreitet wie Du seine Debütsaison. Wie beurteilst Du die gesamte Serie?

Maring: Die Formel ADAC hat meine Erwartungen voll erfüllt. Die Gegner sind wie erwartet sehr stark. Man muss sich schon anstrengen, um sich zu behaupten. Das ist natürlich eine gute Schule. Das Einheitsauto gefällt mir außerordentlich. Obwohl es kein Differenzial hat, fährt es sich sehr agil. Außerdem hatten wir noch kein einziges technisches Problem. Gut ist auch, dass das Reglement viel Spielraum in Sachen Abstimmung erlaubt. In Zusammenarbeit mit den Technikern an der Rennstrecke das optimale Set-up herauszuarbeiten, ist eine Erfahrung, die man in jeder höheren Klasse unbedingt braucht.

Das ADAC Formel Masters hat bis Assen (18. – 20. Juli) acht Wochen Pause. Wie nutzt Du diese Zeit oder wie hast Du sie genutzt?

Maring: Ich war in einem Trainingscamp meines Partners "Gravity Sport Management". Dort habe ich weiter an meiner Ausdauer gefeilt. Außerdem habe ich einen individuellen Trainingsplan mitbekommen, nach dem ich jetzt arbeite. Zusätzlich habe ich ein Mental-Training absolviert.

Dein Ziel ist nicht die Formel 1, sondern die NASCAR-Meisterschaft. Am Nürburgring hast Du mit Boris Said, der früher im ADAC GT Cup startete, sogar einen Piloten der US-Stockcar-Serie getroffen. Wie war´s?

Maring: Wir haben unsere E-Mail-Adressen ausgetauscht und er hat mir empfohlen, möglichst früh Kontakt zu den Teams aufzunehmen. Natürlich ist es für einen Europäer hart, in der NASCAR Fuß zu fassen. Aber ich will es versuchen. Mich fasziniert die Serie einfach. Die technischen Voraussetzungen sind dort bei allen gleich, also entscheidet das beste fahrerische Können, nicht wie in der Formel 1, wo oft das Team mit dem besten Auto gewinnt.
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