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Fünfte Etappe forderte einige Opfer

27.06.2008
Fünfte Etappe forderte einige Opfer © Round Britain 2008, Chris Davis
© Round Britain 2008, Chris Davis
Wer auch immer sagt, das 1400 Meilen Rennen ist einfacher, je länger es andauert hat entweder keine Ahnung oder er macht Witze auf Kosten der Teilnehmer. Der psychologische Schub, der einsetzt wenn man lange nach Norden gefahren ist und dann wieder umkehren und in Richtung Ziel fahren kann wurde durch leicht durch die Wettervorhersage eingedellt. Wind mit Süd bis Südwest in Stärke 4-5 an der nordöstlichen Küste von Schottland bereitete einige Fallstricke für die Unvorsichtigen. So gingen nur wenige Boote direkt an die Startlinie der fünften Etappe östlich von Inverness, während die meisten der 44 Boote sich in den geschützten Bereich, wo sich auch Tümmler, Delfine, Minkwale und Riesenhaie aufhielten, zurückzogen und auf die grüne Flagge für den Start warteten, bevor sie sich auf die 210 Seemeilen lange Strecke machten.
Fünfte Etappe forderte einige Opfer © Round Britain 2008, Chris Davis
© Round Britain 2008, Chris Davis
Fünfte Etappe forderte einige Opfer © Round Britain 2008, Chris Davis
© Round Britain 2008, Chris Davis
Unter den Ausfällen war auch der CUV Rumpf „Cinzano 558“. Erneut legte ein elektrisches Problem das Boot mit den Ilmor V10 Maschinen lahm. Die belgische „Biretta“, ein weiteres Buzzi RiB im Feld, musste einen Notruf absetzten, nachdem eine der Maschinen in Brand gerieten. Mit dem verbleibenden Motor setzte die „Biretta“ dann die Fahrt in Richtung Edinburgh fort. Auch bei dem norwegischen Goldfish RiB der Familie Tollefsen verabschiedete sich eine Maschine und das Team humpelte in Richtung Ziel. Zwischen Elgin und Peterhead erwischte es dann erneut das Team “747“. Gerade über Nacht mit der Hilfe von Cummins UK frisch repariert fuhr sich das Team erneut ein Seil in den Propeller. Diesmal war es die Markierung eines Lobster Korbes, die John Guile von der „Gee“ entfernen musste. Wie am Vortag tauchte unter das Heck der „747“ und entfernte das Seil. Insgesamt waren es zehn Boote die es nicht ins Ziel nach Edinburgh schafften. In den Klassen RB2 und Classics holten sich unterdessen erneut die Boote mit Cummins Marine Diesel (CMD) Maschinen die Klassensiege. Nach einer Reise quer durch Europa um Titel für das ZF Getriebe der „Silverline“ zu besorgen und einer langen Nachtschicht für den Einba, konnten die Maschinen und Getriebe wieder in die „Silverline“ eingebaut werden. Jan Falkowski, Drew Langdon und Cummins Techniker John Christensen stürmten damit in 3std11min über die Etappe und musste lediglich kurz aufstoppen, um Miles Jennings abzugeben, der mit einer gebrochenen Rippe den harten Ritt nicht mehr mitmachen konnte. Mit der Ziellinie in Sichtweite bekam die „Silverline“ allerdings plötzlich Probleme. Die Öldruckanzeige für einen der QSB 5.9 Cummins Dieselmaschinen zeigte plötzlich rapide abnehmende Werte an und die andere Maschine drehte weit über das erlaubte Limit. Ein flüchtige Untersuchung an der Pier brachte dann allerdings zwei fehlerhafte Sensoren zu Tage und das Problem konnte schnell beseitigt werden. Die „Silverline“ liegt nun nach sechs von acht Etappen auf einem guten siebten Gesamtrang.
Fünfte Etappe forderte einige Opfer © Round Britain 2008, Chris Davis
© Round Britain 2008, Chris Davis
Fünfte Etappe forderte einige Opfer © Round Britain 2008, Chris Davis
© Round Britain 2008, Chris Davis
Bei den Classics wechselte das Glück. Diesmal hatte die „Gee“ die Nase vor dem „Team 747“. Jonathan Napier von der „Team 747“ Crew erzählte von den sich verschlechternden Bedingungen rund um den Buchan Point und im Firth of Forth. Das erlaubte der schwereren „Gee“ sich den Tagessieg zu schnappen. Napier selbst bekam erneut die körperlichen Strapazen des Rennens zu spüren und suchte im Ziel gleich einen befreundeten Chiropraktiker auf. Bei den Classics waren auch die beiden Fairey Boote „Xanthus“ und „Swordsman“ und auch die „Ocean Pirate“ mit ihren CMD Maschinen wieder im Rennen. Rund 6,5 bis 8 Stunden benötigten die Klassiker für die Bewältigung der Strecke. Im Vergleich dazu brauchte Hannes Bohinc mit seiner „Wettpunkt.com“ knapp drei Stunden. Für die Classics eine tolle Auszeichnung in Sachen Stärke, mit ihren Crews und CMD Maschinen kühn an diesem Marathon teilnehmen und mitkämpfen.
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