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„Lionhead“ jagte der „Wettpunkt.com“ den Sieg ab
29.06.2008 |
© Round Britain 2008, Chris Davis |
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| Wind mit Geschwindigkeiten von 4-5 war für die rund 205 Seemeilen lange siebte Etappe des Round Britain Rennens von Newcastle nach Lowestoft vorhergesagt. Die Strecke erwies sich als eine der schwierigsten des ganzen Events und als ein echter Test von Navigation und Logistik für die Teams. Die Mehrzahl der 39 Boote die noch im Rennen waren standen vor der Entscheidung geradewegs auf Lowestoft zuzuhalten, und über das offene Meer entlang der Schifffahrtslinie und den Ölplattformen auf die Küste von Norfolk zu fahren oder unterhalb der Küste von Yorkshire und Lincolnshire die geschützeren Gewässer zu suchen. Die erfahreneren Teilnehmer nahmen dabei den inneren Weg an der Küste entlang um Material und Crew zu schonen. Allerdings war dort mit Sandbänken und anderen Tücken ein hohes Risiko gegeben und ebenfalls beste Navigation angesagt. |
© Round Britain 2008, Chris Davis |
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© Round Britain 2008, Chris Davis |
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| Mit einem Sieg rückte das norwegische Goldfisch RiB „Lionhead“ wieder in die Führungsgruppe vor. Nach einem technischen Defekt hatte Pal Sollie die Führung im Gesamtklassement an die „Blue FPT“ verloren. Nun ließ der Eigner der Goldfish Werft es richtig krachen und flog mit seiner „Lionhead“ mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 76 mph förmlich von Newcastle nach Lowestoft. Die führende „Blue FPT“ konnten die Norweger allerdings nicht von der Spitze verdrängen. Auch wenn die „Blue FPT“ Crew, angeführt von Driver Vassilis Pateras, bei der vorletzten Etappe des Round Britain Marathons nur auf dem vierten Platz ins Ziel kam, so hat sie für das Finale am Montag immer noch einen Vorsprung von 73 Minuten auf ihre engsten Verfolger. Auf einem schon fast ungewohnten zweiten Platz hinter der norwegischen „Lionhead“ landeten Hannes Bohinc, Max Holzfeind und Ed Williams-Hawkes mit der “Wettpunkt.com”. Der Österreicher und seine Crew sahen nach dem Start in Newcastle schon wie die sicheren Sieger aus, als ein Fehler in der Elektronik das gesamte Navigationssystem der 1800PS starken „Wettpunkt.com“ lahm legte und die Crew wieder auf traditionelle Kursberechung umstellen musste. “Das war ganz schön haarig. Wir mussten vom Gas und in diesen vielbefahrenen Gewässern heißt traditionelle Navigation, das wir unseren Verstand ganz schön anstrengen mussten,“ erklärte Navigator Ed Williams-Hawkes. „Wir hatten keine Möglichkeit den Weg der anderen Teilnehmer mitzuplotten und das hat uns wohl das Rennen gekostet. Aber abgesehen davon lief das Boot absolut perfekt.“ Bislang zeigte sich die “Wettpunkt.com” und die Crew um Eigner und Throttleman Hannes Bohinc als das dominante Team im Rennen. Bei fünf der sechs Etappen lag die „Wettpunkt.com“ in den Top-Platzierungen und bewies damit die Qualität und das Durchhaltevermögen des FB Design Rumpfes, der Isotta Fraschini Dieselmaschinen und der österreichisch/britischen Crew. Im Gesamtklassement liegt die „Wettpunkt.com“ allerdings nach wie vor rund sechs Stunden hinter der führenden „Blue FPT“ zurück. |
© Round Britain 2008, Chris Davis |
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© Round Britain 2008, Chris Davis |
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Ihr bislang bestes Ergebnis erzielten Neil Holmes und Dean Gibbs in der Sunseeker XS “Going Lean”. Sie beenden die Etappen mit rund 18 Minuten Rückstand hinter der „Lionhead“ und der „Wettpunkt.com“ auf einem tollen dritten Platz. Auf die viertplatzierte „Blue FPT“ hatte die „Going Lean“ im Ziel noch drei Minuten Vorsprung. Wie der Sieger der Etappe, die “Lionhead”, hatten sich auch Drew Langdon mit seiner “Silverline” dazu enstschlossen, dicht unter Land an der Küste Yorkshires und dem Wash entlang zu fahren. Doch als die „Silverline“ gut 80% der Strecke erfolgreich hinter sich gebracht hatte, fiel einer der Antriebe aus und ein Propellerwechsel bei der anderen Maschine schlug fehl. Als Resultat musste die „Silverline“ von einem Rettungsboot abgeschleppt werden und verlor zudem kurz vor dem Ende des Round Britain Rennens auch noch die Führung in der RB2 Klasse.
Die Teilnehmer des Round Britain Rennens bereiten sich nun auf die rund 190 Seemeilen lange letzte Etappe des Marathons von Lowestoft nach Portsmouth vor. Erneut sind südwestlichen bis westliche Winde vorhergesagt und die könnten auf der Strecke entlang der Themse Mündung, rund North Foreland und der Südküste vor Portsmouth für einige Schwierigkeiten sorgen. |
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