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„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008

21.06.2008
„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008 © Round Britain 2008, Leg 1
© Round Britain 2008, Leg 1
Die erste Etappe des Round Britain Race von Portsmouth nach Plymouth war eine echte Prüfung für die 47 gestarteten Teams. Eine raue See von vorn empfing die Boote in der Lyme Bay und drosselte nicht nur Tempo sondern auch den Enthusiasmus bei vielen Teams. Das Rennen machten schließlich Throttleman Drew Langdon, Navigator Jan Falkowski und Driver Miles Jennings mit der P1 SuperSport „Silverline Buzzi Bullet“. Sie absolvierten die 130 Seemeilen lange Etappe in weniger als drei Stunden. Während die „Buzzi Bullet“ Crew feiern konnte, lief es für die folgenden Teams weniger glücklich. Als erstes musste einer der Favoriten die Segel streichen. Fabio Buzzi, Sieger des letzten Round Britain Rennens von 1984, hatte eigens für die Titelverteidigung seine legendäre „CESA 1882“ restauriert und mit vier FPT Dieselmaschinen bestückt. Doch beim Versuch den kürzesten Weg aus dem Hafen von Portsmouth zu nehmen, setzte er seine 3500 PS starke „Red FPT“ auf eine Unterwasser befindliche Sperre aus dem Krieg. Dabei riss es neben dem Ruder auch einen der Propeller entzwei. Man darf erwarten, das Fabio Buzzi und seine Crew alles dran setzten werden, das Boot rechtzeitig zum Start wieder repariert zu haben.
„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008 © Round Britain 2008, Leg 1
© Round Britain 2008, Leg 1
„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008 © Round Britain 2008, Leg 1
© Round Britain 2008, Leg 1
Auch der Österreicher Hannes Bohinc musste frühzeitig aufgeben. Bohinc, mit der „Wettpunkt.com“ eines der schnellsten Boote im Feld und neben Fabio Buzzi haushoher Favorit im Feld, übernahm zu Beginn des Rennens die Führung und fuhr der Konkurrenz davon. Jedoch stoppte bereits nach wenigen Meilen ein Schaden an den Maschinen den Vorwärtsdrang von Hannes Bohinc, Max Holzfeind und Ed Williams-Hawke in der „Wettpunkt.com“. „Wir waren überrascht, wie schnell wir in Führung gehen konnten, konzentrierten uns aber dann darauf, mehr Distanz zwischen uns und die Konkurrenz zu bringen. Das Boot fühlte sich sehr gut an und die Propeller, die wir von Fabio Buzzi bekommen haben waren perfekt,“ meinte Throttleman Hannes Bohinc. „Aber dann schlugen die Gremlins zu und die Maschinen gingen aus. Wir haben uns dann entschieden, nach Torquay einzulaufen. Wenigstens haben sie Palmen dort.“ Das Team stand dann vor der Entscheidung, die Maschinen in Torquay zu reparieren oder das Boot über den Landweg nach Plymouth zu bringen um rechtzeitig am Start der zweiten Etappe zu sein. Vermutlich wählt das Team den Landweg und wird dafür eine Zeitstrafe von 8 Stunden 30 Minuten in Kauf nehmen müssen. „Das kann im Rennsport passieren,“ meinte Bohinc weiter. „Es ist eine harte Nuss, aber wir werden sicherlich nicht aufgeben. Das hier ist das härteste aller Powerboatrennen und die anderen Teams werden im Verlauf des Rennens auch ihre Probleme bekommen.“
„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008 © Round Britain 2008, Leg 1
© Round Britain 2008, Leg 1
„Buzzi Bullet“ gewinnt erste Etappe des Round Britain Race 2008 © Round Britain 2008, Leg 1
© Round Britain 2008, Leg 1
Die „Blue FPT“, für Fabio Buzzi´s FPT Team am Start, hatte auf der ersten Etappen mehr Glück als die Designerlegende Buzzi. Die griechische Crew Vassilis Peteras und Panos Tsikopoulos erreichten das Etappenziel in Plymouth nur knapp 10 Minuten hinter der „Silverline Buzzi Bullet“. Mit nur eine Minute dahinter kam die „Swipewipes.co.uk“ von Nick Gilley und Jon Fuller ins Ziel. Eine beachtliche Leistung, da das Phantom Boot der beiden erst wenige Stunden vor dem Start fertig wurde. Die Bedingungen forderten unter den weiteren Teilnehmern weitere Opfer. So war die Fairey Cruiser 747 von drei British Airways Kapitänen gezwungen, den Hafen von Weymouth anzulaufen um Crewmitglied Cormac Lundy mit einer gebrochenen Rippe an Land zu bringen. Auch die „Garmin“, das Boot von TV Moderator Nick Knowles, fiel frühzeitig mit mechanischen Problemen aus. Allerdings war die Probleme kein Vergleich zu den Problemen des einzigen Deutschen im Feld, Markus Hendricks. Hendricks „Blue Marlin“, ein klassischer Swordfish Cruiser, bekam bei den rauen Bedingungen in der Lyme Bay ein Leck. Die Pumpen kamen gegen den Wassereinbruch nicht an und die Crew war gezwungen in die Rettungsinsel zu steigen. Markus Hendricks und seine Crew wurden später unverletzt von einem anderen Teilnehmer aufgenommen, die „Blue Marlin“ darf man allerdings getrost als Totalschaden abschreiben.

Da die Wettervorhersage nicht unbedingt Besserung in Aussicht stellt, könnte es bei der zweiten Etappe des Round Britain Rennens von Plymouth nach Milford Heaven zu Modifikationen des Kurses kommen, um mit dem Event im Zeitplan zu bleiben.
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