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„Fountain Worldwide“ sicherte sich den Sieg im Endurance Rennen

10.05.2008
„Fountain Worldwide“ sicherte sich den Sieg im Endurance Rennen © Powerboat P1
© Powerboat P1
Das erste Rennen der Evolution Kategorie in der Saison 2008 brachte alle Sünden und Versäumnisse der vergangenen Monate an den Tag. Für einige Teams bedeutete der erste Start auch gleich die erste Nachtschicht mit Reparaturen. In einem packenden, mit Zwischenfällen gespickten Rennen, holten sich die amtierenden Weltmeister, James Sheppard und Craig Wilson, in der „Fountain Worldwide“ den ersten Sieg in dieser Saison. Allerdings war der Sieg sicherlich nicht so leicht, wie es das Team den Konkurrenten nach der Siegerehrung erzählen wollte.

„Fountain Worldwide“ sicherte sich den Sieg im Endurance Rennen © Powerboat P1
© Powerboat P1
Gleich nach dem Start des Endurance Rennens zum Italian Grand Prix of the Sea übernahmen Nigel Hook und Newcomerin Shelley Jory mit ihrer „Lucas Oil“ die Führung. Dabei ließen sie sowohl den PowerPole Sieger Giampaolo Montavoci und Marco Pennesi in der „GFN Gibellato“, dem einzigen Dieselboot im Feld, und später auch die überraschend gut gestartete Cigarette vom Cigarette Racing Team, die „Fantastic 1“, hinter sich. Allerdings hielt die Führung nur bis zur zweiten Runde, wo sich Luca Fermelli und Lino DiBiase mit der „Fantastic 1“ wieder an die Spitze setzten konnte. Ein Propellerschaden stoppte die Cigarette dann jedoch recht plötzlich und die schlagartig langsamer werdenden „Fantastic 1“ sorgte bei der dicht folgenden Shelley Jory in der „Lucas Oil“ für eine Schrecksekunde. Jory und Throttleman Nigel Hook brachten sich mit einer blitzschnellen Reaktion aus dem Gefahrenbereich und verhinderten so den sonst unvermeidbaren Zusammenstoß.
Etwas weiter hinten im Feld zeigte schwarzer Rauch das Aus eines weiteren Teilnehmers an. Die dieselgetriebene „GFN Gibellato“ musste mit einem Motorschaden aufgeben. Als nächste erwischte es Giancarlo Cangiano und Joe Sgro in der „Kiton Outerlimits“. Throttleman Cangiano ging offenbar etwas zu beherzt mit der Lenkung der neuen Outerlimits um, die sich daraufhin verabschiedete und die Fahrt in einem spektakulären Dreher endete. „Ich denke, das uns die Lenkung in der dritten Runde brach,“ sagte Teameigner Giancarlo Cangiano. „Wir hatten plötzlich keinen Druck mehr auf dem System und drehten uns. Ich wollte das Rennen unbedingt beenden und wir haben uns daher noch ein zweites Mal gedreht. Aber wir werden den Kampf an einem anderen Tag wieder aufnehmen.“
„Fountain Worldwide“ sicherte sich den Sieg im Endurance Rennen © Powerboat P1
© Powerboat P1
Nicht nur durch die Zwischenfälle wurde das „Fountain Worldwide“ Team James Sheppard und Craig Wilson immer weiter nach vorne, bis auf den zweiten Platz vorgespült. Da sie sich mit dem zweiten Platz nicht zufrieden geben wollten, schlossen die beiden Champions immer weiter auf die bis dahin führende „Lucas Oil“ auf. Nach einem packenden Duell holten sich James Sheppard und Craig Wilson schließlich in der vorletzten Runde die Führung und den Sieg vor Nigel Hook und Shelley Jory in der „Lucas Oil“. Wenn man bedenkt, dass das „Fountain Worldwide“ Team aufgrund der Verspätungen beim Transport aus den USA erst sehr spät in San Bendetto eintraf und Sheppard und Wilson nur wenige Stunden Zeit hatten sich auf das Rennen vorzubereiten, dann ist der Sieg schon eine grandiose Vorstellung. Dabei mussten James Sheppard und Craig Wilson bis an die Grenzen gehen um den Skater von Nigel Hook einzuholen. „Ich habe in meinem Leben noch nicht so hart arbeiten müssen,“ meinte Driver James Sheppard als er aus der Fountain mit den Ilmor Maschinen kletterte. „Meine Hände tun weh und alles schmerzt. Wir hatten nicht genügend Zeit um unser Setup zu finden, aber Craig hat gegen Ende des Rennens eine hervorragende Verfolgungsjagd abgeliefert, die uns schließlich auch nach vorne gebracht hat. Es war hart, aber ein großartiger Start in die Saison.“ Auch Throttleman Craig Wilson war nach dem Rennen ausgelaugt. „Wir sind nach dem Start etwas nach hinten gefallen. Dadurch mussten wir uns durch die Wellen der anderen kämpfen,“ meinte er. „Wir werden heute Nacht noch am Boot arbeiten und sehen, was Morgen so passiert.“
Nicht weniger grandios auch die Leistung von P1 Newcomerin Shelley Jory, die zum ersten Mal mit Nigel Hook in der „Lucas Oil“ fuhr und dabei in ihrem ersten P1 Rennen reichlich „Führungsmeilen“ verzeichnen konnte. Obwohl das Duo im Endspurt noch den ersten Platz an die „Fountain Worldwide“ abgeben mussten, eine außergewöhnliche Leistung. „Ich kann es gar nicht glauben,“ sagte Shelley Jory nach dem Rennen. „Bei meinem ersten Rennen auch noch in Führung zu liegen ist absolut umwerfend. Das Fountain Team hat eine großartige Arbeit geleistet. Wir haben noch versucht sie hinter zu halten, doch das leider nicht möglich. Ich würde es Morgen gerne besser machen wollen. Für heute bin ich aber sehr zufrieden.“ Auch Siegfried Greve und Gino Passchier lieferte mit ihrer neuen „Cranefields Wine“ eine erstklassige Leistung ab. Ohne Probleme fuhr das Team in ihrem ersten gemeinsamen Rennen gleich auf den dritten Podiumsplatz vor. Platz vier ging mit einer Runde Rückstand an die „Centaurian Yachts“ von Frank Hemelaer und Nico Huybens.
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