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„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP

11.05.2008
„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP © Powerboat P1
© Powerboat P1
Die überaus gute Leistung von James Sheppard und Craig Wilson hielt auch beim Sprint Rennen zum Italian Grand Prix weiter an. Nach dem etwas nervenden Problemen mit dem Transport ihres „Arbeitsgerätes“ fanden sie beim Endurance Rennen schnell zu ihrer weltmeisterlichen Form zurück und dominierten mit ihrer „Fountain Worldwide“ auch beim Sprint und fuhren zum zweiten Sieg an diesem Wochenende und damit auch zum Gesamtsieg beim Italian Grand Prix of the Sea. Doch ganz so einfach war es für die Weltmeister dann doch nicht. „Es war der schwierigste erste Turn, den ich je gefahren bin,“ meinte Driver James Sheppard nach dem Rennen. „Wir waren vierte oder fünfte und mussten fast blind in den Turn fahren. Ich konnte bei den ersten beiden Turns so gut wie nichts sehen. Aber unser kleines Boot mit den kleinen Maschinen hat dann ganz groß gewonnen.“ Auch Throttleman Wilson war über den Sieg begeistert und wies auf bedeutendere Dinge für das Team hin. „Hut ab vor dem gesamten Team. Wir werden dieses Rennen der Mutter von Reggie Fountain, Lucile, widmen, die am Montag verstarb,“ meinte er. „Wir widmen das Rennen allen Müttern, da wir Muttertag haben und ich sende alles Liebe zu meiner Mutter.“
„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP © Powerboat P1
© Powerboat P1
„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP © Powerboat P1
© Powerboat P1
Den zweiten Platz holten sich die Lokalmatadore Marco Pennesi und Throttleman Giampaolo Montavoci in der dieselgetriebenen „GFN Gibellato“. Die „GFN Gibellato“ war die einzige, die mit der „Fountain Worldwide“ noch halbwegs Schritt halten konnte und der Podiumsplatz war ein perfekter Abschluß für Marco Pennesi um in dem Hafen, in dem auch seine Firma Metamarine ihren Sitz hat ordentlich zu feiern. „Es ist großartig – absolut erstaunlich,“ meinte Pennesi. „Es ist sehr befriedigend für die Einwohner von San Benedetto del Tronto und alle, die für das Boot verantwortlich sind. Es hätte nicht besser sein können, als bei meinen Heim Grand Prix auf dem Podium zu landen.“ Ein heißes Duell um den verbleibenden Podiumsplatz lieferten sich die „Lucas Oil“ und die „Pignolo 53“ von Max Ferrari und Guido Cappellini. Die beiden Skater schenkten sich keinen Meter. Erst im Schlussspurt konnten sich Nigel Hook und Shelley Jory mit der „Lucas Oil“ durchsetzten. Mit dem dritten Platz und dem zweiten Platz beim Endurance Rennen holte sich die „Lucas Oil“ auch den zweiten Platz beim Italian Grand Prix. Ein hervorragendes Ergebnis für das in der P1 WM neue Team. „Wir hatten einen guten Start, aber haben dann einen Fehler gemacht. Vermutlich war es meine Schuld, denn es wurde hektisch und wir verpassten eine Wendemarke,“ meinte Shelley Jory. „Es war eine Lehrstunde für mich. Es ist in diesem Boot alles so viel schneller, es war ziemlich rau und wir mussten die anderen Boote wieder einholen. Aber wir haben es geschafft.“ Aber nicht nur die verpasste Wendemarke sorgte für stressige Momente bei der Crew der „Lucas Oil“. „Mein Gurt löste sich und ich konnte ihn nicht wieder anlegen,“ sagte Nigel Hook. „Wir haben erst diskutiert ob wir stoppen sollen, aber Shelley hat dann die Throttles übernommen und ich konnte mich wieder sichern. Shelley ist großartig. Es ging da draußen richtig rau zu und sie hat das wunderbar gemeistert.“
„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP © Powerboat P1
© Powerboat P1
„Fountain Worldwide“ holte Gesamtsieg beim Italian GP © Powerboat P1
© Powerboat P1
Eine herbe Enttäuschung gab es für das deutsche Team „Cranefields Wine“ von Siegfried Greve. Greve und sein Throttleman Gino Passchier schossen nach dem Start in Führung und kamen als erste um die schwierige erste Wendemarke. Bei der dicht folgenden zweiten Boje erwischte die „Cranefields Wine“ dann eine Welle unglücklich und drehte sich. Bei dem Dreher war Wasser in die Abgasrohre der Mercury´s V8 Maschinen gelangt und das Team gab auf um nicht weitere Schäden an den Motoren zu riskieren. Bei einigen Teams hatte das Endurance Rennen einen Tag zuvor allerdings für mehr Zermürbung gesorgt. So bei dem Evolution Champion von 2006 Giancarlo Cangiano und seiner „Kiton Outerlimits“. Nachdem Cangiano und sein Driver Joe Sgro dort mit Lenkungsproblemen haderten, kamen nun zusätzlich Probleme mit den Maschinen hinzu. Der Neapolitaner nahm´s gelassen und zählte die beim Saisonauftakt üblichen Ausfälle der Konkurrenten. „Wir haben sehr hart getestet und unser erstes Mal gemeinsam im Boot war vor fünf Tagen,“ meinte Cangiano. „Wir hatten eine gute Strategie aber ein schlechtes Timing. Gestern brach uns die Lenkung und heute war es ein Problem mit den Maschinen. Aber ich bin ein alter Hase und denke, es ist besser die Probleme jetzt zu haben als beim nächsten Rennen.“

Rund zwei Wochen haben die Teams nun bis zur nächsten Runde im französischen Marseilles. Bis dahin müssen alle Schäden und aufgetretenen Schwächen beseitigt sein wenn die Teams einen erneuten Durchmarsch der „Fountain Worldwide“ verhindern wollen.
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