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Doppelsieg für das Victory Team

25.05.2008
Doppelsieg für das Victory Team © World-of-Powerboat.de
© World-of-Powerboat.de
Das Victory Team triumphierte beim Montenegrin Grand Prix mit einem Doppelsieg für das Team vor den Rivalen in der „Qatar 95“. Für den zurückgekehrten Weltmeister 2001 und Middle East Champion 2005 Mohammed Al Marri war es eine denkwürdiger Wiedereinstieg. Al Marri war für den verletztungsbedingt pausierenden Arif Saif Al Zafeen als Driver in der „Victory 1“ eingestiegen und holte bei seinem 56 Class 1 Rennen seinen zehnten Sieg. „Ich habe gar nicht realisiert, wie sehr ich die Rennen vermisst habe,“ meinte Al Marri. „Nadir und ich wussten, dass wir ein gegenseitiges Verstehen aufbauen mussten und das Training hat sich ausgezahlt. Ich habe ihm gesagt, er solle vergessen das ich neben ihm sitzen und einfach sein Ding machen. Jeder kann selber sehen, wie gut er ist.“
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Insgesamt waren lediglich sieben Teams zum GP vor Budva angetreten und alles sah nach einem Duell der beiden arabischen Teams aus. Mohammed Al Marri und Nadir Bin Hendi setzten sich gleich nach dem Start ab und ließen die „Qatar 96“ hinter sich. Nach und nach konnte das Team den Vorsprung vergrößern und als in der 20sten von insgesamt 23 Runden die engsten Verfolger Steve Curtis und Hassan Al Thani in der „Qatar 96“ mit einem technischen Defekt immer langsamer wurden, konnte die „Victory 1“ unangefochten zu ihrem zweiten Sieg in Folge fahren. Für Steve Curtis und Sheik Hassan war es trotz der besten Startposition ein miserables Rennen. Die „Qatar 96“ versuchte verzweifelt dem Vormarsch der Victory´s auf der Jagd nach der Titelverteidigung Einhalt zu gebieten. Curtis und Al Thani schafften es zwar in der fünften Runde an der „Victory 7“ vorbei bis auf den zweiten Platz vorzuziehen, jedoch endete der Kampf dann in Runde 20 mit einem Motorschaden. Die „Qatar 96“ humpelte langsam mit einer Maschine auf einem sechsten Platz ins Ziel. „Es ist offensichtlich, das wir schwer enttäuscht sind,“ sagte Steve Curtis. „Wir wussten das wir die Victory beim Start nicht schlagen konnten aber wir fühlten uns sicher, das wir den Unterschied später auf dem Kurs wieder wettgemacht hätten. Aber auch wenn wir die „Victory 7“ überholt haben, die „Victory 1“ hätten wir nicht gekriegt. Am Ende kam dann auch noch ein Problem hinzu.“
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Während die Hoffnungen der Qatari´s zerbröckelten, eroberten Abdullah Al Mehairbi und Jean-Marc Sanchez in der „Victory 7“ den zweiten Platz zurück. Das Duo legte einen brillianten Start hin und übernahm zu Beginn des Rennens sogar kurzfristig die Führung. „Wir hatten einen superben Start,“ sagte der Throttleman und amtierende Champion Jean-Marc Sanchez. „Ich habe nach links und rechts geschaut und dabei lediglich die „Victory 1“ heranrasen sehen. Wir entschieden uns daraufhin sie ziehen zu lassen und uns zwischen sie und die „Qatar 96“ zu setzen. Abdullah versucht sich noch an die Class 1 zu gewöhnen und so sind ein dritter und ein zweiter Platz in den ersten beiden Rennen mehr als wir uns erhofft haben.“
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Abdullah Al Sulaiti und Matteo Nicolini konnten in der „Qatar 95“ dann die Enttäuschung des Teams noch ein wenig schmälern und holten sich den verbleibenden Podiumsplatz. „Wir sind einerseits zufrieden, andererseits aber auch enttäuscht - es war ein hartes Rennen,“ sagte Al-Sulaiti. „Wir hatten vom Start weg ein Problem mit unserem Trimm und wurden an der ersten Markierung ein wenig von der „Victory 7“ eingequetscht. Wir sind dann während des gesamten Rennens hart rangegangen und bekamen gegen Ende Probleme mit einer der Maschinen. Wie auch immer – es war wichtig auf dem Podium zu landen und uns so wichtige Punkte für WM zu sichern um am Titel dran zu bleiben. Dabei bekam das Duo aber noch einen kräftigen Schreck im Schlussspurt verpasst. Auch bei der „Qatar 95“ kündigte sich in der letzten Runde ein technischer Defekt an. Jedoch schleppten sich Matteo Nicolini und Abdullah Al Sulaiti mit einem letzten Aufbäumen über die Ziellinie. Mit dem vierten Platz lieferten Jörn Tandberg und Björge Jacobsen in der „Jotun“ ihre bislang beste Leistung ab. Allerdings war das Team nach dem dritten Platz im Qualifiying etwas frustriert. „Natürlich sind wir zufrieden, aber auch ein wenig enttäuscht, das wir es nicht auf das Podium geschafft haben,“ sagte Björge „BJ“ Jacobsen. „Wir hatten ein Problem beim Training am Morgen als uns ein Propeller brach. Wir waren dadurch gezwungen unsere Propeller und das Set-up zu wechseln. Im Rennen fehlte es uns dann etwas an Geschwindigkeit und Leistung, die wir während des ganzen Wochenendes gezeigt hatten. Unser vierter Platz ist unter diesen Umständen sehr gut.“
Doppelsieg für das Victory Team © Class-1.com
© Class-1.com
Doppelsieg für das Victory Team © Henrik Vormdohre
© Henrik Vormdohre
Ein technisches Problem an der „Foresti & Suardi“ zu Beginn des Rennens warf Giampaolo Montavoci und Kolbjorn Selmer zurück. Dennoch erreichten sie mit dem fünften Platz ihr selbstgestecktes Ziel in die Top-Six zu fahren. Die Rote Laterne beim Montenegrin Grand Prix ging an das neue spanische Team von Domenico Cirilli und Sergio Carrasco in der „Roscioli Hotels“.. Mit gut vier Runden Rückstand kamen die Spanier bei ihrem Debüt auf dem siebten Platz ins Ziel und sammelten so neben ein paar Pünktchen auch einiges an Erfahrung. Nicht an den Start gehen konnten Nicola Giorgi und Giorgio Manuzzi in der „SevenEleven“. Nach dem Training musste das Team eine Maschine tauschen und schaffte es nicht mehr rechtzeitig zum Start. Für das aufstrebende Team eine herbe Enttäuschung. Ebenfalls nicht am Start das „Negotiator“ Team, das mit technischen Problemen in der Heimat geblieben war und das Windmare Team.

Bereits in wenigen Wochen, vom 04. – 06.07.08, geht es für die Class 1 Teams zum ersten Mal nach Moskau. Dort werden sie dann die dritten Runde zur Weltmeisterschaft auf einem künstlich angelegten See innerhalb der Stadtgrenze Moskaus bestreiten.
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