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Erste Konsequenzen aus Dubai Unglück |
| Die Boote des Maritimo Teams erhalten zu Beginn der Saison 2010 ein verstärktes Sicherheitscockpit © Class-1.com | 04.02.2010 Verstärkungen im hinteren Bereich des Cockpits schaffen "echte" Sicherheitszelle
Die australische Class 1 Legende Bill Barry-Cotter zog als erster Konsequenzen aus dem tragischen Unglück beim Class 1 Dubai Grand Prix im Dezember 2009. Der Franzose Jean-Marc Sanchez und der Araber Mohammed Al Mehairi hatten sich in der Anfangsphase des Rennens mit ihrer "Victory 1" überschlagen und kopfüber derart heftig mit dem Heckbereich wieder auf das Wasser aufgeschlagen, das für beide Piloten jede Hilfe zu spät kam. Bootsbauer Barry-Cotter, mit wasserdichten Schotten, Feuerlöschsystemen, speziellen Tanksystemen und einem hochfesten Längsträgeraufbau schon immer ein Vorreiter in Sachen Sicherheit bei den Class 1 Booten, zog nach einer Analyse des schweren Unfalls nun die Konsequenzen. Die Class 1 Boote des Maritimo Teams bekommen nun eine zusätzliche Verstärkung im gesamten Cockpitbereich. Dazu wird ein weiterer hochfester Rahmen im Bereich um die Cockpit Crew herumlaminiert. War das Cockpit bislang schon sehr gut gegen einen Aufprall von vorne oder der Seite geschützt, so fehlte doch ein direkter Schutz gegen Einwirkungen von hinten.
Dieses Manko soll nun ein speziell geformter Bogen, der das Cockpitdach und den Bereich hinter den Piloten absichert, beheben. Rund 10 Tonnen Belastung wird dieser Bogen aushalten und soll so bei einem ähnlichen Unfall wie dem der "Victory 1" die Piloten ausreichend schützen. Beim Design und der Entwicklung des stark verbesserten Sicherheitscockpits spielte vor allem Tom Barry-Cotter, Sohn von Teameigner Bill und Nr. 1 Pilot des Teams, eine große Rolle. Seine Ausbildung im Bootsbau und die Erfahrungen aus dem Rennsport erwiesen sich bei der Entwicklung der Neuerungen als sehr vorteilhaft. Das Tom Barry-Cotter auch Augenzeuge des Unfalls war und er die Schäden am Victory Boot gesehen hat, hilft im bei der Arbeit. Dass Bill Barry-Cotter es mit der Sicherheit sehr Ernst nimmt, zeigt die eindeutige Direktive für das Team – kein Maritimo Boot wird bei einem Rennen antreten, bevor nicht die Änderungen am Cockpit durchgeführt worden sind. Der tragische Unfall ging auch an den Organisatoren der australischen Offshore Superboat Meisterschaft nicht ohne Konsequenzen vorbei. Ab der Saison 2010 müssen alle Boote mit einer Leistung von 300 PS und mehr mit einem Sicherheitscockpit ausgestattet sein. Das Maritimo Team tritt dabei in der Heimat als Titelverteidiger in der Class 1 wieder mit zwei Booten an. Boot Nr. 11 wird dabei von Tom Barry-Cotter gefahren und das zweite Boot von Luke Durman und Throttleman Ross Willaton. Stets bereit dem Sport zu helfen bot Bill Barry-Cotter auch der Konkurrenz an ihnen bei der Verbesserung des Cockpitschutzes bis zum Saisonstart im April zu helfen.
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