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FCE-Kapitän Timo Rost - Hoyerswerda wie ein Bundesligaspiel
16.04.2008 |
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(openPR) - In wenigen Tagen erwartet Bezirksligist FC Lausitz Hoyerswerda seinen langjährigen DDR-Liga-Konkurrenten aus Cottbus zu einem freundschaftlichen Vergleich im Jahnstadion und die Vorfreude auf die Partie steigt merklich. So läuft der Ticketvorverkauf schon auf Hochtouren. Auch beim Bundesligisten beschäftigt man sich schon jetzt mit dem Spiel. Wir befragten FCE-Kapitän Timo Rost zur aktuellen Situation.
Energie spielt eine starke Rückrunde und scheint auch in dieser Saison dem Abstieg von der Schaufel zu springen. Woran machen Sie diese starken Leistungen fest?
Die Mannschaft hat das System von Bojan Prašnikar verinnerlicht. Dazu kommt, dass wir als Team gut funktionieren. Und wir sind psychisch stark. Wird sind vielleicht das stärkste Team unter den letzten Fünf.
Es fehlen nur noch wenige Punkte auf die Hertha aus Berlin, Hansa Rostock haben Sie bereits hinter sich gelassen. Spornt es Sie an, dass sie in diesem Jahr die Chance haben, "Ostmeister" zu werden?
Nein, das spielt für uns keine Rolle. Der Abstiegskampf ist noch so eng, da wäre es dumm nach oben zu schauen. Wir konzentrieren uns auf unsere Spiele gegen den Abstieg, alles andere interessiert uns nicht.
Wie ist das, wenn man am Dienstag noch in der großen Arena auf Schalke antreten darf und am Freitagabend geht es plötzlich ins kleine Jahnstadion nach Hoyerswerda?
Auch in Hoyerswerda stehen elf ehrgeizige Spieler auf der anderen Seite. Sicher ist es ein Unterschied, ob du vor 1.000 Leuten oder vor 50.000 spielst. Aber unterschätzen werden wir Hoyerswerda deshalb nicht.
Werden Sie diese Partie wie ein Testspiel angehen, vielleicht ein zwei technische Schmankerln zeigen oder Vollgas geben?
Wir haben ein spielfreies Wochenende in der Bundesliga und wollen im Rhythmus bleiben. Das bedeutet, dass wir diese Partie so angehen werden, als wäre es ein Bundesligaspiel. Sicher bekommen aber auch Spieler Einsatzminuten, die zuletzt nicht so oft gespielt haben wie Christian Müller oder die lange verletzten Ovidiu Burca und Mariusz Kukielka.
Wussten Sie schon, dass die Duelle zwischen Cottbus und Hoyerswerda schon vor vielen Jahrzehnten die Massen begeistert haben? Damals spielten beide Teams noch auf Augenhöhe in der DDR-Liga.
Ich habe davon gehört, aber das ist nun schon sehr lange her. Ich denke, wir werden am Freitag einen freundschaftlichen Vergleich sehen und kein Spiel, dass von seiner Historie lebt.
Info:
Am 18. April empfängt der FC Lausitz Hoyerswerda den Bundesligisten FC Energie Cottbus im Hoyerswerdaer Jahnstadion. Anstoß wird um 17.30 Uhr. Im Vorverlauf kostet der Eintritt 6 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre sowie Vereinsmitglieder zahlen nur 3 Euro. Die Karten sind täglich ab 9 Uhr auf der Geschäftsstelle in der Lieselotte-Herrmann-Straße erhältlich (telefonisch erreichbar unter 03571/922111).
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Der FC Lausitz Hoyerswerda ist einer der charismatischsten Vereine der ehemaligen DDR. 1956 gründete sich der Verein als BSG Aktivist Schwarze Pumpe - die Betriebssportgemeinschaft des neu errichteten Kraftwerkes Schwarze Pumpe. So mischten die Fußballer die DDR auf. Bis hinauf in die DDR-Liga (2. Liga) schafften es die Schwarz-Gelben. im Hoyerswerdaer Jahnstadion fand sich schnell eine große Fangemeinde an, so dass zu absoluten Spitzenspielen bis zu 10000 Zuschauer ins weite Rund pilgerten. Nach der politischen Wende die Abtrennung vom Hauptverein und Umbenennung in FSV Hoyerswerda. Der FSV spielte 12 Jahre in der NOFV-Oberliga und klopfte mehrmals an das Tor zur Regionalliga. 2002 eine weitere Umbenennung in FC Lausitz Hoyerswerda, es folgten allerdings der sportliche Abstieg (3 Abstiege in Folge), Insolvenz und Spielerflucht. Doch es gelang noch einmal, das Ruder herumzureißen. Mit Trainer Waldemar Adamowicz ging es Schritt für Schritt wieder bergauf. Nach dem souveränen Titelgewinn in der Bezirksklasse Dresden und dem Aufstieg in die Bezirksliga Dresden übernahm HoyWoy-Urgestein Hartmut Jank das Steuer und peilt in dieser Spielzeit den Klassenerhalt an.
Die Erfolge im Telegrammstil:
Aufstieg in die DDR-Liga 1959, 1965, 1967, 1970, 1972
Cottbuser Bezirkspokalsieger 1970 und 1971
3 Vizemeisterschaften der DDR-Liga 1982, 1983 und 1984
Qualifikation für die NOFV-Oberliga ab 1991
Pokalfinalist Sachsenpokal 1992
Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Nordost 1999 gegen TeBe II
Souveräner Meister der Oberliga Nordost-Süd 2000
Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Nordost 2000 gegen den FC Schönberg 95
Souveräner Meister Bezirkslasse Dresden Staffel II 2007
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Hyperlinks
»» www.fclausitz.de
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