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EM 2008 - Österreich-Deutschland

19.03.2008
EM 2008 - Österreich-Deutschland © Castrol Deutschland
© Castrol Deutschland
Was auch immer Nationaltrainer Joachim Löw seiner Mannschaft zur Halbzeit im Freundschaftsspiel gegen Österreich in dieser Woche auch gesagt haben mag – es hat funktioniert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, hatte der EM-Mitgastgeber Deutschland 45 Minuten lang in der Mangel, bevor Hitzelsperger, Klose und Gomez durch ihre Tore den Status der Gastmannschaft als potenzielle Kandidaten auf den EM-Titel untermauern konnten.

In einer unterhaltsamen Generalprobe für das letzte Endrundenspiel der Gruppe B am 16. Juni demonstrierten die Österreicher gleich zu Beginn ihre Entschlossenheit, als der Weitschuss von Christian Fuchs nach nur 25 Sekunden knapp das Tor verfehlte.

Da Deutschlands höchstplatzierter Torjäger im CPI, Lukas Podolski, das Spiel erstmal von der Bank aus verfolgen musste, ging von den Gästen vor dem Tor von Alex Manniger kaum Gefahr aus. Und als Deutschlands Torhüter Jens Lehmann beim Steilpass von Martin Harnik ins Leere griff, konnte erst Mertesackers Rettungstat auf der Linie ein Tor der österreichischen Heimmannschaft verhindern.

Der wie wild ackernde Fuchs, der im Spiel über 11,5km zurücklegte – und Österreichs höchstplatzierter Star im CPI, Joachim Standfest, vergaben ebenfalls eine Chance nach der anderen. So enttäuschte Österreich weiter vor dem Tor.


Wie auf Knopfdruck

So wie die erste Spielhälfte vom schwachen Abschluss der Österreicher geprägt war, war die zweite Hälfte eine Lehrstunde der Deutschen in Sachen Chancennutzung. Nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff – Österreich nach wie vor mit mehr Ballbesitz – landete die abgewehrte Flanke von Heiko Westermann bei Thomas Hitzlsperger, der den Ball durch das enge Gedränge im Strafraum hindurch in Mannigers Tor zimmert.

Hitzlspergers Treffer trieb die deutsche Mannschaft an, die jetzt sofort die Kontrolle über das Spiel übernahm. Die Statistiken von Castrol belegen, dass die Gäste aus Deutschland nach dem ersten Tor in der zweiten Hälfte, mit Ausnahme von fünf Minuten, durchweg mehr Ballbesitz hatten. Kapitän Michael Ballack, der nach seiner auskurierten Verletzung wieder spielte und erst einen langsamen Start ins Spiel hinlegte, war in dieser Partie einer der wichtigsten Spieler der deutschen Mannschaft. Als er drei Minuten vor Spielende ausgewechselt wurde, hatte der Spielmacher von Chelsea mit 11,2km mehr Wege zurückgelegt als der Rest seiner Teamkollegen.

Zwei weitere Tore durch Miroslav Klose und Mario Gomez besiegelten den 3:0-Sieg der Deutschen und sorgten für eine Mannschaftsstatistik, die sich für Löw sicher gut liest. Seine Jungs nutzten ihre Überlegenheit in der zweiten Hälfte optimal und fast jeder dritte ihrer zehn Torversuche war ein Treffer. Bei Österreich hingegen wurde deutlich, wie sehr der Mannschaft ein erstklassiger Vollstrecker fehlt. Weder die 13 Torschüsse noch fünf Ecken der Österreicher fanden den Weg ins deutsche Tor.

Und wenn Österreichs Trainer Josef Hickersberger keine Tormaschine für seine Mannschafrt auftreiben kann, wäre er vielleicht gar nicht schlecht beraten, sich bei Löw nach dessen Kabinenansprachen zu erkundigen.
Hyperlinks

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